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Dämmstoffe - Übersicht:

PIR-PU
Sowohl PIR (Polyisocyanurat) als auch PU (Polyurethan) Dämmstoffe sind auf Erdöl basierende, synthetische Hartschaumplatten. Beide gelten als sehr gut wärmedämmend, wobei PIR durch eine höhere Feuerfestigkeit und PU durch eine höhere Elastizität überzeugt. Beide Platten sind verwitterungsbeständig, wasserabweisend, druckbeständig, haben ein geringes Gewicht und sind sehr preiswert. Die Wärmeleitfähigkeit der Materialien beträgt ca. 0,02-0,025 W/(m K). Das bedeutet, um den von der EnEV geforderten Wärmedurchgangskoeffizienten für die Dämmung von Gebäudefassaden von U = 0,24 W/(m²K) zu erreichen, muss die Dämmstoffdicke daher lediglich ca. 10 cm betragen.

EPS
EPS (expandierender Polystyrolpartikelschaum) ist allgemein unter dem von BASF geschützten Begriff "Styropor" bekannt und ist ebenfalls ein auf Mineral- bzw. Erdöl basierender synthetischer Dämmstoff. Seine Wärmeleitfähigkeit beträgt ca. 0,035-0,045 W/(m K), was eine Dämmstoffdicke von etwa 14 cm notwendig macht um den Anforderungen der aktuellen staatlichen Energiesparverordnung gerecht zu werden. Das Material bietet neben einer hohen Feuchtigkeitsbeständigkeit und seiner Langlebigkeit zusätzlich einen recht guten Schallschutz. Es wird auch in loser Form für die Einblasdämmung bei der Kerndämmung verwendet. Auch bei der Dach und Fassadendämmung ist es vielseitig einsetzbar. Ein Nachteil ist sein niedriger Schmelzpunkt, der bei gerade einmal 240 °C liegt. Da EPS allerdings mit einem Brandschutz versehen wird, wird seine Baustoffklasse häufig mit B2 "normal entflammbar" benannt.

Holzfaser
Das zerfaserte und mit Wasser zu einem Brei vermengte Altholz kommt in der Regel ganz ohne chemische Zusätze als Bindemittel aus. Der Brei wird entweder zu Holz-Dämmplatten gepresst oder getrocknet. Als fast reines Naturprodukt wird es sehr energiearm produziert und ist einfach zu entsorgen. Zu seinen Vorzügen gehören neben der guten Dämmwirkung seine guten Schallschutzeigenschaften, sowie die Fähigkeit, eine gewisse Menge an Feuchtigkeit aufzunehmen, ohne damit die dämmenden Eigenschaften der Holzfaser zu verschlechtern. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt ca. 0,04-0,055 W/(m K), was eine Dämmschicht von etwa 18 cm erforderlich macht um den Anforderungen der EnEV gerecht zu werden. Wie auch EPS-Dämmstoffe, wird die Holzfaser der Baustoffklasse B2 "normal entflammbar" zugeordnet.

XPS
Verwandt mit EPS-Dämmstoffen und häufig unter dem geschützten Namen "Styrodur" bekannt, ist extrudiertes Polystrol eine aus Kunststoffgranulat gebildete Hartschaumplatte. Dieser auf Öl basierende Dämmstoff verfügt über hervorragende Dämmeigenschaften, hohe Druckfestigkeit, Verwitterungsschutz und Feuchtigkeitsbeständigkeit. Er weist eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035-0,045 W/(m K) auf. Um den Anforderungen der EnEF gerecht zu werden, muss die Dämmstoffdicke ca. 14 cm betragen. XPS-Dämmstoffe sind nicht UV-Beständig und ihre Brandschutzeigenschaften liegen im Bereich B1-B2, sie sind also entflammbar.

Mineralwolle
Mineralwolle, in diesem Fall Glaswolle, ist einer der am häufigsten verwendeten Dämmstoffe. Er besteht aus Altglas, das mit Sand- oder Kalksteinbeimischungen aufgeschmolzen, zu Fäden gesponnen und nach Zugabe von Bindemitteln ausgehärtet wird. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt ca. 0,035-0,05 W/(m K), was eine Dicke von ca. 14 cm erforderlich macht um den Anforderungen der EnEF gerecht zu werden. Ein sehr guter Schallschutz, gute Brandschutzeigenschaften sowie Resistenz gegenüber Schimmel und Ungeziefer machen Glaswolle zu einem beliebten Dämmstoff. Die Dämmmatten können nur dort eingesetzt werden, wo keine Feuchtigkeit eindringt und keine starken Druckbelastungen entstehen.

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